"Faullenzer Methode" für Barsch,Zander und Hecht mit Gummi-Jigs
Ich empfehle für Barsch und Zander die "Faullenzer-Methode".

Also Gumifische (wie Jigs) einfach an "strammer" Schnur absinken lassen.
Dabei die Rute in Richtung Köder zeigen gerade vom Körper weg -90° zum Wasser.
Bremseinstellung Der Rolle fast ganz geschlossen -sollte es ein größerer Fisch sein der beisst kann man die Bremse noch immer lösen.

Köderführung:
Wenn der Jig das erstemal ausgeworfen wurde -erstmal abwarten bis der Köder zum Grund gesunken ist.Dann Kontakt zum Köder aufnehmen und 3 bis 5 schnelle Kurbeldrehungen machen -Achtung! NICHT die Rute heben!
Die Rute bleibt immer im 90° Winkel zum Wasser in Richtung Köder!
Köder wieder an "straffer" Schnur absinken lassen -der Grund ist erreicht wenn der Schnurbogen plötzlich "abfällt" -also noch weiter durch hängt.
Wieder 3-5 Kurbelumdrehungen machen, absinken lassen und wieder von vorn bis der Köder wieder eingeholt ist.

Bisserkennung:
Sobald der Schnurbogen (der zwischen Rute und Wasseroberfläche entsteht -also die "durchhängende" Schnur) plötzlich straff wird -also quasi gerade wird- anschlagen! Lieber einmal zuviel als einmal zu wenig -und ruhig richtig anschlagen -nicht zu zimperlich sein. Gerade wenn man mit Monofilen Schnüren fischen sollte. Gut 90% aller Bisse bei dieser Methode kommen bei der Absinkphase wenn man wartet das der Köder zum Grund gleitet.
Der Schnurbogen fungiert dabei als "Bissanzeiger". Oft kommen die Bisse aber so wehement das man es schon im Handgelenk spürt das was gebissen hat.


Wirkung:
Der Effekt ist ein "Springen" des Köders übern Grund -bei den Kurbeldrehungen "springt" der Jig ein bisschen hoch -was man anhand der Kurbeldrehungen bestimmen kann, 3-5 Drehungen haben sich da bewährt. Wenn man dann nicht mehr kurbelt gleitet der Jig wieder diagonal in Anglers Richtung zum Grund -und gerade dabei komme die meisten Bisse da das "Springen" den Jagtreflex auslöst(ähnlich wie die Flucht eines Kaninchens auf einen Hundwirkt)

Meistens verfolgen die Fische den Köder erst ein paar Meter bis sie anbeißen.


Gerätetipp:
Am besten benutzt man für diese Methode eine grelle geflochtene Hauptschnur -wo man die letzten 2 Meter vor dem Köder einfach mit schwarzen Edding einfärbt -da Raubfische in der Regel sehr gut sehen können und die Schnur wahrnehmen würden.

Für uns ist die grelle Farbe jedoch entscheident-da wir so den Schnurbogen und daran jede kleinste Veränderung erkennen und somit schnell reagieren können.

Ein weiterer Vorteil ist die geringe Dehnung der Schnur wodurch wir den Köder regelrecht durch die Übertragung der Schwingungen auf die Rute füheln können.

Rute sollte nicht zu weich gewählt werden!
Eine steifere Rute fördert das "Springen" des Köders beim Kurbeln da die Rute nicht so viel Energie zum Köder abpuffert.

Als Köder haben sich Gummifische(Jigs) wie "Kopyto Relax" oder "Kopyto Shark" sowie "Profi-Blinker Gummifische" bewährt.

Keine Angst dabei vor großen Ködern -schöne Barsche gehen auch ohne Probleme auf 10cm Jigs!
Außerdem wollen wir ja keine Zwerge

Für Hecht ruhig die großen Jigs (mindestens 12cm +) nehmen.

Als Haken benutzt man "Jigheads" in entsprechender Gewichtsklasse.
Bei stehenden Gewässern und 10cm Jigs -sollten 5-8 Gramm nicht überschritten werden da der Köder sonst wie ein Stein zum grund fällt anstatt zu gleiten.

Bei leichter bis mäßiger Ströhmung kann man dann auf 10-15 Gramm hoch gehen.

Am besten mehrere Gewichtsklassen besorgen und testen.

Wichtig!
Der Köder soll an straffer Leine zum Grund gleiten -nicht "fallen".



Erfordert etwas übung -aber das schafft jeder binnen kürzester Zeit!

Ist eine wirklich sehr effektive Methode für Barsch und Zander -aber auch Hechte lassen sich gern so zum Anbiss reizen.

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