Boilie-Challenge 2011 Slowenien
Am 3.5.11 war es endlich so weit.

Es ging auf zur Boilie-Challenge die erstmalig vom Styria Carp Team veranstaltet wurde.


Felix Brust und Sascha Rathai

Nach tagelanger Vorbereitung war das Auto gepackt und die Abfahrt zum Teampartner Felix stand bevor.
Nach ca 350 Km war man endlich angekommen, wo das ganze Tackle umgepackt werden musste damit wir mit Felix Wagen weiter konnten -die restlichen ca 750 Km abrasseln...

Die Fahrt verlief trotz Schlafmangel recht locker und unfallfrei -Felix sei Dank.

In Österreich machten wir ertsmal eine Zwischenstopp bei der Anglerszene, deren Inhaber Christian und Petra Schmuck ich aus dem österreichischen Forum Anglerszene.net schon jahrelang kenne und letztes Jahr bei einem Freundschaftsfischen in Österreich endlich mal persönlich treffen konnte.


Petra & Christian Schmuck -rechts der Vogel ist nur der Sascha

Christian Schmuck(links) und Stefan(Stefan123 bei Anglerszene.net)

Da es auf dem Weg lag war es nur klar da mal zu halten. Nach ein paar Kaffe und etwas Geplaudere bekamen wir noch einen Beutel Kürbiskernpellets geschenkt.
Wir verabschiedeten uns und machten und wieder auf den Weiterweg.


Nachdem wir dann durch Österreich gefahren und in Slowenien angekommen sind war es schon ziemlich dunkel und das Wetter hatte sich auch sehr zum schlechten gemausert.



War es in der Heimat noch strahlender Sonnenschein -so war es jetzt kalt,nass und sehr windig.
Erst kurz vor unserem Eintreffen gab es vor Ort am See ein heftiges Unwetter was das halbe Lager zerlegt hatte.

Es fing ja schon gut an.

Nach ein bissel Smalltalk mit den ein oder anderen "Gegner" und dem Veranstalter-Team ging es dann nach einem Begrüßungsbierchen ins Auto, da wir die Zelte nicht aufbauen und morgens wieder abbauen wollten.

Nach ein paar Stunden des frierens und der Rückenschmerzen ohne wirklichen Schlaf war dan auch endlich der unerwartet schöne Morgen angebrochen und man begab sich zum Hauptlager.
Die Sonne wärmte und versprach einen schönen Tag.
Aufgrund der wohl etwas ausgearteten Begrüßungsfeier am Vorabend zeigten sich erstmal kaum andere Leute, lediglich ein paar vom Veranstalter Team liefen umher.

Felix und ich begutachteten derweil den See und schauten uns die abgesteckten Sektoren an. Außer ein paar wenige Plätze im 30er berteich waren allesamt die Plätze recht gut abgesteckt.
Bei Platz 33 bis 2 Plätze weiter in die Ecke des Sees sah es jedoch anders aus. Meiner Meinung wurde da nicht Überlegt und auch whs mit Restalkohol abgesteckt, da sich zB Platz33 in ca 70-80Meter von den Seitenbegrenzungen des Bereiches der zu befischen war überschnitt, was dazu führte das man einen spitz zulaufenden Streifen von nur gut 20 Metern Breite hatte und nichtmal das andere Ufer hätte anwerfen können.
Der Platz links daneben war zwar ordentlich abgesteckt, jedoch konnten die quasi nur vor den Füßen bis in ca 60 Metern fischen, da der Platz wiederum weiter links die gegenüberliegende Uferseite befischen sollte und den vorliegenden Platz somit quasi abschirmte.


(Die Platz-Vorschaufunktion funktioniert hier leider nicht, da das Bild lediglich übernommen wurde vom Styria Carpteam )

Naja- also bloß keinen dieser Plätze losen...sagte ich noch...doch sagte ich auch bei unserem Glück, das wir einen dieser Plätze erwischen.

Gegen 8 dann waren die Anmeldungen, gegen 9 sollten die restlichen Formalitäten ablaufen wie Platzlosung und Begrüßung etc.
Nach und nach trafen auch die anderen Angler und Alkoholleichen am Hauptlager ein und man unterhielt sich mit den ein oder anderen noch etwas, scherzte rum etc.

Es wurde dann doch kurz vor 10 bis zur Begrüßung und dem "Frühstück" in Form von kleinen Belegten Baguettescheiben die von 2 netten Mädels verteilt wurden.

Als es endlich zur Platzlosung ging meinte Felix noch, das, sollten wir den Platz neben Jürgen Becker ziehen, er ihn die ganze Zeit des Fischens auf den Sack gehen würde.

...Jürgen Becker zog übrigens Platz 32...

Als Teamkapitän ging Felix dann bei Aufruf unseres Teams voran und zog eine Kugel die über unseren Platz entschied -ich zog das Team was nach uns losen dufte.

Die böse Überraschung -wie vorher schon angesprochen- war nur zu klar...Platz 33 wurde unser Platz...neben Jürgen Becker der quasi rechts von uns dann saß.

Naja -muss man halt das Beste draus machen.


Nachdem der Bürgermeister auf seiner Landessprache einen "vom Pferd" erzählte..und nebenher was vom See... galt es endlich die Plätze zu belagern.

Also ab zum Auto und los zum Platz.

Dort erstmal aufgebaut und sich alles genau angeschaut -durfte man ja noch nicht Loten oder sonstiges.

Gegen 12 Uhr dann hörte man die Rakete explodieren die den Start des Fischens kennzeichnete.

Kaum gehört flogen schon aus allen Himmelsrichtungen die Markerfloats/Posen und Futterraketen...

Wir loteten penibel jeden Quadratmeter ab den wir in unserem Bereich hatten -doch außer Sand/Schlamm und Kies...NIX! Nur Wüste quasi unter Wasser...und das auf Tiefen zwischen 3,5/4 und 9 Metern...jedoch auch nirgens steil abfallend oder sonstige Kanten...sondern schön auslaufend...

Naja, man muss das Beste draus machen. Also irgendwo in der Ferne nen Spod gefüttert, einen zweiten Spod etwas näher gefüttert, in Reserve noch nen Spod etwas Abseits und auf Gut Glück das eigene Ufer noch befischt mit je einer Rute.

Der Tag wurde warm..sehr warm. Also entschloss ich mich mein Winterskin über das Zelt zu ziehen, in der Hoffnung das es sich nicht so derbe aufheizt.



Ein Segen -es funzte...wenn auch trotzdem unerträgliche Temperaturen herrschten im inneren der Behausung.

Gute 38 °C...und das morgens Früh...

Glücklicherweise wehte der kühle Wind stetig in unsere Richtung was das ganze erträglich machte.

Der erste Tag verlief sehr ruhig und nachdem die Sonne nicht mehr auf unseren Platz schien wurde es auch sofort kalt.
Also machte man sich gar keine große Mühe mehr -und holte den versäumten Schlaf der letzten Tage vor Beginn der Fahrt nach.

Irgendwann gegen 0Uhr Nachts konnte Felix wahrhaftiug einen kleinen Karpfen von 3,33kg fangen -der am Morgen von den Offiziellen gewogen wurde.
Ich verschlief diese Prozedur natürlich weshalb Felix den fisch ohne Bild seinem Element zurück gab.
Als ich dann wach war muckierte ich mich darüber das man mich nicht wach gemacht und ich den Fisch nicht sehen konnte. Ebenso das kein Bild gemacht wurde.
Von Felix -der mich ganz verdutzt anschaute- erfuhr ich dann das ich persönlich Nachts raus kam um den Fisch zu keschern und zu helfen...

Ich wusste davon gar nichts mehr!

Naja...Ruten raus -Kontrolle-Köder neu und wieder raus damit...
Ran ans Spodden damit auch Futter an den Platz kommt -außer Boilies.

Der 2te Tag verlief bei uns -wie sollte es sein- wieder sehr ruhig. Lediglich die Autobahn im Nacken störte die Ruhe ein wenig.
Das Wetter wurde wieder warm und sonnig...sehr warm und sehr sonnig...




Ab und an kamen die Wiegeteams mal rum, fragten ob was gefangen wurde und ob sonst alles OK ist, überreichten eine Fangtabelle der anderen Teilnehmer und waren dann auch wieder weg.

Und es wurde gut gefangen -doch leider alles im anderen Sektor wo die Wasserteife angeblich tiefer war und die Jungs größere Flächen befischen konnten als bei uns im Sektor. Einer hatte bereits in der ersten Nacht gute 50Kg Fisch gefangen.

Das war schon der erste Dämpfer für uns -jedoch ist ja noch längst nichts entschieden gewesen! Einen guten Fisch und man ist wieder unter den ersten Zehn -so Felix Einstellung.

Naja -da sich bei uns gar nichts tat und auch die benachbarten Teams nich wirklich Fisch fingen überlegten wir uns doch auf maximale Lockwirkung zu setzen.


Man achte auf das Spinnennetz....

Also wurde ein stark wolkenbildender Mix fertig gemacht und wieder gespoddet...was durch umschlagen des Schnurbügels beendet wurde...Rakete weg.
Dank des günstigen Windes konnte man aber nach ca 1 Stunde die Rakete beim Nachbarteam abholen.
Die Zeit vertrieb man sich durch Gespräche mit Jürgen Becker, der sich oberhalb der Angelplätze mit einem seiner Teamkollegen und den links von uns sitzenden österreichischen Team zum Plaudern trafen.
Allesamt sehr nette und angenehme Leute muss ich sagen...Jürgen schien irgendwie Wettsüchtig  und zog nebenbei immer seinen Teamkollegen auf, der -wie er sagt- wohl noch an Erfolgslosigkeit sterben würde... natürlich war alles Spaß!

Später dann beobachtete ich Sonnenbarsche beim Nestbau und fing nebenher einen vom Hecht attakierten Zwergwels -der sich als den einzigen fisch entpuppen sollte, den ich während des Events fangen konnte.




Der restliche Tag wurde dann der Sonne entgangen und Abends recht früh wieder in die Kojen. So den ganzen Tag in der prallen Sonne -nichts tut sich..schon anstregend.

Bei der Hitze half nur noch die Flucht in den Schatten...

Der Dritte Tag verhieß wieder seeehr warm und sonnig zu werden.
Die Nacht zuvor schliefen wir wie Babys -nur das Wiegeteam was auch nachts umher lief weckte uns, da wir unseren Paltz mit den Atropa Bewegungsmeldern abgesichert hatten...man kann ja nie wissen und hat ja schon von so manch Tackleklau bei derart Veranstaltungen gehört.
Nachdem sie zweimal durchgelaufen waren wechselten sie die Route und gingen oben am Weg lang -statt durch unseren Platz(nicht zuletzt auch vor Sorge ich könnte mit nem Knüppel raus rennen).

Naja...der Tag verlief wieder ausgesprochen ruhig. Zu Ruhig bei uns...

Deprimierend war dazu, das der Angler auf der anderes Seeseite -den wir beobachten konnten konstant in einer Tour durch fing. In einem Bereich wo NUR er hin kam und er quasi in dem Bereich "außer Konkurrenz" fischte und alle Möglichkeiten nutzen konnte.

Die Offiziellen kammen auch wieder vobei -zwecks Teamfoto und übergabe der Rankinglist.
Der Blick auf diese nahm einen jegliche Hoffnung auf Erfolg -weshalb wir wenigstens auf den Big Fish hofften der bis dahin mit einem guten 11-12Kg Fisch geschafft gewesen wäre.
Außerdem begnügten wir uns langsam damit, das es noch 2 Team gab die gar nichts fingen.

Außer Blödeleien und Gerede mit dem österreichischen Team neben uns, mit dem man sich über die Tage anfreundete, war sonst nichts spektakuläres mehr.


Das österreichische Nachbarteam...

Ich baute ein, noch von den Sonnenbarschen inspiriert, Nest wo ich sogar ein buntes Osterei rein legte vor Langeweile.
Scheinbar war das der Humornerv der österreichischen Gastgeber -JEDER fand das ziemlich witzig und zum lachen...sogar Bilder wurden davon gemacht.



Ein Pterodactylus-Nest mit Gelege

Nebenher schnitzte ich nach und nach in einem Baumstamm(der verhinderte das der Kies vom Platz ins Wasser abrutschte) noch den Namen der Homepage...quasi als Hinweis das wir mal da waren.

Nachdem dann auch wieder mal warten auf die Futterraktete angesagt war, die wiederholt wegen Bügelumschlag abriss, war der Tag auch schon fast wieder durch.
Merke: Reserve-Raketen mitnehmen!

In der Nacht zum Samstag wurde ich dann mal wieder unsanft von meiner Atropa geweckt da  irgendwer die Abkürzung durch unseren Platz nahm.
Mit der Taschenlampe leuchtete ich dann mal das Ufer ab um evt Aufschluss über die Fischaktivität zu bekommen. Doch außer Massen von Baby-Zwergwelsen die sich gegeneseitig mit den Baby-Hechten um die Wette fraßen...und ein paar wenigen Krebsen und Schnecken war nichts zu entdecken.

Also wieder ab ins Bettchen.

Der Samstag morgen verhieß -wie sollte anders sein- wieder heiß und ausgesprochen sonnig zu werden.
Der kühle Wind war dabei besonders gefährlich, da man durch diesen gar nicht bemerkte das die Sonne einen bereits den Pelz verbrannt hatte...der Sonnenbarnd kündigte sich dann schon langsam duch ein spannendes und leicht kribbelndes Gefühl an.
Demzufolge flüchtete man sich vor der Sonne in die Büsche. Im Zelt war eh kein aushalten...

Fisch natürlich nix -und die aktuell ausgehändigte Rankinglist zeigte auch das die Hoffnung des Big-Fish vergebens war...


Ja...da kann man verzweifeln...

Also genossen wir den quasi letzten Tag in Ruhe und machten quasi Urlaub.
Mehr wüsste ich auch nicht zu sagen außer das der von der anderen Seeseite nach wie vor viele Fische fing -was uns aber erfreute: Meist nur noch Zwergwelse.
Nebenher erfuhren wir von einem der Offiziellen das er schon verwarnt wurde von der Leitung, da er anderen den Spot versperrte und außerhalb seines Bereiches fischte...leider hatte er bis dahin schon die meisten Fische da gefangen die dennoch zählten.

Überrascht waren Felix und ich, als und der Offizielle jedem einen Bilderrahmen mit den am Vortag gemachten teamfotos überreichte -eine wirklich nette und unerwartete Geste.

Zum Abschluss des letzten Abends bestellte ich noch Sparerips bei einer slowenischen Frittenranch die sogar bis ans Wasser lieferten.
Nach dem Essen ging es für uns ins Bett -denn am nächsten Morgen hieß es einpacken und ab nach Hause.

Die letzte Nacht verlief wieder mal zu ruhig -jedoch konnte Jürgen Becker auch endlich einen Fisch fangen. Natürlich sofort einen Fisch im 10kg Bereich...was ihn vor uns schob in der Rangliste...
Egal.
man muss nebenbei erwähnen das Jürgen aber auch erst die letzen beiden Tage wirklich anfing zu fischen. Aber er hatte ja auch 2 seiner Teams zusätzlich am Start...von daher konnte er sich das leisten.


Fazit:
Auch wenn es sehr langweilig, viel zu heiß und dazu das Pech gepachtet war...war das ganze Event eine geile Sache!
Es hat Spaß gemacht, es wurde viel Blödsinniges gemacht und gelacht, es war erholsam und es wurde wirklich Perfekt organisiert und durchgezogen!
Das Verhalten untereinander war freundschaftlich und erfrischend.
Bis auf die etwas unglückliche Platzvermessung der Plätze 33,34 und 1....
Es wurden insgesammt über eine Tonne Karpfen gefangen -davon ein Exemplar von 14 Kg.

Nach dem einpacken hielten wir uns aber gar nicht lange auf -da wir eh auf den drittletzten Platz waren - so sparten wir uns die Siegerehrungen und verabschiedeten uns zügig. Immerhin standen für Felix gute 750km Heimfahrt an -und für mich nochmal gute 350km drauf...

Leider gibt es nicht wirklich viel Spannendes zu erzählen da wirklich nichts Spannendes passiert ist...
Ich hoffe der Bericht war daher nicht zu langweilig.

PS: Wer Rechtschreibfehler findet -der darf sie behalten...


















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