Frühlingsvirämie/SVC
Frühlingsvirämie des Karpfens/SVC (Spring Viremia of Carp)

Erreger: Rhabdovirus carpio

Befallene Fischarten: Karpfen,Graskarpfen,Karausche,Goldfisch sowie Hechtbrut.
Bei der Hechtbrut verursacht ein eventuell verwandter Serotyp des SVC-Virus,das Pike-Fry-Rhabdovirus/PFRV, die Rotseuche der Hechtbrut. Das PFRV wurde auch aus Graskarpfen,Schleien und Güster isoliert.-Siehe dazu auch bei "Fleckenseuche der Süßwasserfische".

Krankheitsverlauf: Inkubationszeit 15-60 Tage bei 12°C - 14°C Wassertemperaturen.Bei Temeraturen ab 20°C zeigen sich keine akuten Erkrankungen.Das Virus kann durch Ektoparasiten Argulus foliaceus (Karpfenlaus) und Piscicola geometra (Fischegel) auf den Fisch übertragen werden.Häufig treten bei der SVC zusätzliche bakterielle Begleitinfektionen auf.-Siehe dazu auch "Erythrodermatitis des Karpfens".

Ungeklärt ist,ob die Infektiöse Schwimmblasenentzündung/SBE eine eigenständige Krankheit oder lediglich eine bestimmte Form der SVC darstellt.

Bei der Karpfenbrut werden Entzündungen der Schwimmblase vermutlich häufig durch Parasiten (Myxozoa / Csaba-Protozoen) hervorgerufen.



Karpfen an SVC erkrankt.
Allgemeine Entzündung aller inneren Organe mit Flüssigkeisansammlung in der Leibeshöhle und auffällige Blutungen auf der Schwimmblasenwand.



Karpfen mit typischen Symptomen der SVC.
Glotzaugen,aufgetriebender Bauch,vorgestülpter After und Hautläsionen(häufig induziert durch Ektoparasiten wie Karpfenlaus und bakteriellen Sekundärinfektionen)
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