Kanalsession vom 26.-28.07.2011
Nach fast 5 Jahren der Abzinens am Kanal wollte ich doch mal wieder mein Glück an diesem versuchen.

Nachdem eine mir bekannte Lokation ausgesucht und begutachtet wurde beschlossen Ilias und ich da auch eine Session abzuhalten.

Also wurde der Platz präpariert -immerhin müsten Zwei Zelte da stehen können.
Der Platz wurde ordentlich zurecht gemacht und die Spots unter Futter gehalten.

Am Vortag der Session dann der Schock!

Ein Schiff lag genau auf unseren Spots!

"Genau deswegen hasse ich den Kanal! " -So mein Kommentar...

Ilias ,selbst auch sehr frustriert, begann sofort zu nörgeln an am toten Arm fischen zu wollen dann -allerdings darf ich da nicht fischen, was mich wiederum runter zog.

Nach kurzer Lagebesprechung kamen wir zum Entschluss uns doch noch andere Spots anzusehen am Kanal. Viel stand ja nicht zur Auswahl.

Unterhalb Schleuse -nee -direkt auf dem Schotterweg sitzen, nicht schön.

In Waltrop -nee, da saßen Kollegen erst 3 Tage Blank...

Henrichenburg -nee...zu überrannt...

Invalideneck -zu weit zum Schleppen, an der Karre ist ein Rad kaputt, was wenn es ganz kaputt geht und man schleppen muss...unmöglich.

Herner Meer - auch zu überrannt...

Blaupunktbecken... kann man kein Bivvy stellen und es ist nicht genug Platz vorhanden...

Aber da gibt es noch eine Möglichkeit wo man hingehen könnte -inmitten einer Baustelle wo man eigentlich ja nicht drauf darf.
Da die Bausarbeiten sich aber weiter verlagert haben ist der Bereich quasi ohne weiteres für die Angelei nutzbar.

Also hin -immerhin hatte Ilias erst kürzlich noch Fische da gesehen zusammen mit einem seiner Kollegen.

Vor Ort war ich nicht begeistert ,da ich mein Zelt nicht im Schlamm aufstelen wollte -etwas weiter aber ein idealer Platz...doch dann kam der böse Dämpfer!

Ilias meinte das sich da am nächsten Tag Kollegen hinsetzen wollten und schon gefüttert hatten.

Man habe ich da eine Krawatte geschoben!

Da wurde ich dann auch ziemlich schlechtgelaunt und reizbar...

Also wieder weg -die Zeit da zum gucken hätte man sinnvoller nutzen können!

Naja -Ilias wurde auch immer gereitzter...

Um es kurz zu machen -die Situation eskalierte fast und Ilias wollte nach Hause und am nächsten Tag am toten Arm fischen wo ich nicht darf...
Ich dementsprechend angefressen fuhr dann nach Hause und legte mich schlafen.

Am nächsten Tag dann hatte ich mich beruhigt und begriff doch einen Kompromiss eingehen zu müssen -woraufhin ich Ilias den Vorschlag unterbreitete doch unterhalb der Schleuse zu fischen wenn er mit kommt.

Nach etwas hin und her wurde es dann in die Tat umgesetzt.

Also ab zum Kanal -aufbauen und fischen.
Bei mir wurde es jedoch recht spät bis in den frühen Abend hinein da ich mich noch -wegen dem "vielen" Angeln mit meiner Freundin stritt und die Partickel auch nicht so schnell fertig wurden wie ich wollte.


Saschas Zelt und Tackle, im Hintergrund Chris sein Bivvy

Dazu musste ich noch alle Ruten mit Schlagschnur bespulen und neue Rigs binden(weshalb meine Ruten hinterher erst gegen 22.45 scharf waren).

Zu unserem erstaunen war das ganze Kraut weg -das Mähschiff war schon da gewesen.
Immerhin brauchten wir so nicht mit meinem Gummibadeboot da agieren im Falle eines Drills.


Nachts ärgerten wir uns das wir keine Würmer hatten -überall schlürften die Alle in der Steinpackung die Schnecken und Insekten weg -und egal wo man leuchtete, mindestens ein guter Aal wurde gesichtet.

Da bekommt man das jucken in den Fingern -auch als eigentlicher Karpfenangler.

Das war DIE Aalnacht! Man hätte binnen kürzester Zeit nen Eimer voller guter Aale gehabt!

Leider hatte man nichts um die Aale zu befischen -also ab auf die Matraze!



Schleuse Herne bei Nacht

Bis zum Morgen tat sich nichts -leider.


Saschas Tackle

Aufgrund der stetigen Schifffahrt auch Nachts, kontrollierte ich alle 3 Ruten und wechselte die Köder.
Als ich die letzte Rute hoch nahm dann -Hänger!

"War ja klar! -Ich hasse den Kanal!"

Also kurzerhand feste ziehen -entweder ab oder ab....

Da riss es am Ende der Schnur und es zog mir die Rute runter -also Bremse wieder auf...
Da war doch nen Fisch dran !?!

Und der zog mit Gewalt Schnur von der Rolle und schoss zielgenau auf ein Schiff zu welches gerade aus der Schleuse kam!

"Na Geil!"

"Wenn jetzt nicht gegenhälst verlierst den" -dachte ich mir noch...

Also Finger auf die Spule und Druck machen...

Es wirkte -der Fisch drehte vom Schiff ab.
Stellte sich dafür aber mit voller Kraft in die Ströhmung und den Sog des Schiffes...

"Man -ich habe ganz vergessen wie kraftvoll Kanalfische sein können!"

Ilias war dann auch endlich zur Stelle -auch wenn noch halb am schlafen- was zu etwas ungewollten Szenen führte...

Mal hatte er den Kescher im Wasser wie er sollte -dann wenns drauf ankam komischerweise nicht...
Dann verfolgte er den Fisch mit dem Kescher -weshalb der Fisch natürlich stärker flüchtete in der Endphase immer...
Nach mehrmaligen dirigieren und doch etwas bestimmterer Gangart machte Ilias endlich das was er sollte -und der Fisch konnte nach überdurchschnittliche langem Drill endlich Safe in den Kescher geführt werden.

Es war ein schöner,typischer Kanalspiegler -mit harten, vernarbten Lippen und richtig Power!
knappe 20Pfd schwer.

Da Amie später mal mit meiner Mutter rum kam -sackte ich den Fisch ausnahmsweise um den Fisch mal der Amie live zu zeigen die bisher die Fische immer nur von Bildern kannte und so kein Größenbewusstsein dazu hatte.

Und sie war erschrocken von der Größe des Fisches als sie dann endlich vorbei kam und ich den Fisch auf die Matte legte zwecks Fotos.


Amie und Sascha

Später Abends saßen Ilias und ich zusammen,redeten und lachten.

Irgendwann dann wurden wir müde und es ging in die Kojen.
Kurz darauf fing es auch an zu regnen.


Tankschiff wartet vor der Schleuseneinfahrt


Saschas Tackle

Beim Ilias -um ihn nochmal zu benennen- kam leider nichts an den Haken. Weshalb er sich noch an einer vorgefütterten Stelle an "seinem" toten Arm setze für ne weitere Nacht. Leider auch da ohne Erfolg...

Nu denn...ein langer Bericht mit viel Nebensächlichkeiten. Aber auch mal etwas anderes....hoffe ich.


Blick den Betriebsweg von der Schleuse runter mit Blick auf die "Gaylordbrücke". Im Hintergrund das STEAG Stromkraftwerk Herne.






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