Karpfen/Cyprinus Carpio
Der Karpfen (cyprinus carpio)

Merkmal:
-Die Stammform des Karpfens besitzt eine gestreckte,seitlich etwas abgeflachten Körper
-Endständiges,vorstülpbares Maul(Rüssel)
-4Bartfäden (2 lange,2 kürzere)an den Maulwinkeln bzw seitlich an der Lippe
-Große Schuppen,33-40 entlang der Seitenlinie
Bei den anderen Zuchtformen ,deren Körperform gestreckt aber auch hochrückig sein kann, handelt es sich um
-Schuppenkarpfen,vollständiges Schuppenkleid
-Spiegelkarpfen,unregelmäßig verteilte große "Spiegelschuppen"/Der sogenannte FullScale ist eine besonders ausgeprägte Form des Spiegelkarpfens meist aber nicht so hochrückig,genetisch handelt es sich aber um den selben Fisch
-Zeilkarpfen,besitzt eine Reihe ca gleichgroßer "Zeilenschuppen" entlang der Seitenlinie / entgegen allen Meinungen sind auch "Zeiler" diejenigen Karpfen die neben der "Zeile" entlang der Seitenlinie auch noch vereinzelte Schuppen an der Schwanzwurzel haben oder mal ein paar kleinere irgendwo am Rücken-solche Fische werden dann oft als Spiegelkarpfen gewertet obwohl sie genetisch Zeilkarpfen sind
-Nackt-,Lederkarpfen,ohne oder nur vereinzelte kleinere Schuppen / Achtung - oft nur genetisch vom Spiegelkarpfen zu Unterscheiden!
-Rückenflosse 20-26 Flossenstrahlen
-Afterflosse 8 Flossenstrahlen
-Schwanzflosse deutlich zweipfelig
-Schlundzähne 3reihig,1.1.3-3.1.1
-Durchschnittsgröße ca 50cm
Maximum je nach Art bis über 120cm

Geschlechtsbestimmung:
Äußerlich nur während der Laichzeit Möglich.
Männchen mit Laichausschlag.

Vorkommen:
Warme,stehende und langsam fließende Gewässer mit Sand-oder Schlammboden und reichen Pflanzenvorkommen.
In seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet kommt der Karpfen in 3 Unterarten vor.
-C.c.carpio,Einzugsgebiet des Schwarzen,Asowschen und Kaspischen Meeres
-C.c.haematopterus,Amurbecken,Nordchina
-C.c.viridiolaceus,Südchina,Vietnam

Als wichtiger Teichfisch(Brotfisch) bereits im 13.-15. Jarhundert über fast ganz Europa verbreitet;heute weltweit

Lebensweise:
Der Karpfen hält sich tagsüber meist an tiefen,geschützten Stellen auf und wird oft erst bei Beginn der Dämmerung aktiv.
Laichzeit Mai bis Juli.

Nahrung:
Insektenlarven,Bodentiere,Wirbellose,Muscheln,Krebse,Pflanzliche Nahrung

Karpfen als Nahrungsmittel?

Nachteil des Karpfens ist  sein enormer Reichtum an Zwischenmuskelgräten!
Der Geschmack des Fisches selbst ist auch unter Gourmets umstritten.Viele nennen ihn strohig oder schlicht fade bis muffig ,schlammig und sogar faulig.
Geschmack und Konsistenz des Karpfens hängen aber stark von den Haltungsbedingungen und der verwendeten Zufütterung ab (Getreide, Mais, Soja, Pelletfutter). Wichtig ist neben der richtigen Zubereitung auch die Wasserqualität in den letzten Tagen vor dem Töten des Tieres. Wird der Fisch direkt aus dem Ursprungsgewässer heraus zubereitet, schmeckt er oft strohig oder schlammig bis faulig. Der Fisch muss daher zuvor in frischem Wasser gehalten werden
-jedoch ist der lebend Transport von  geangelten Fischen in Deutschland ohne Sondergenehmigung verboten!Maßige,gefangene Fische müssen waidgerecht getötet werden! -das macht ein Hältern in frischem Wasser etwas schwierig.
Das Entfernen der Kiemen wird auch empfohlen, da sich besonders in diesen Schlamm anlagert und so den Geschmack des Gerichtes negativ beeinflussen kann.

Berüchtigt ist eine verbreitete unangenehme schlammig-erdige Geschmacksbeeinträchtigung, das „Mooseln“ oder „Letteln“. Sie entsteht, wenn die Fische bestimmte Blaualgen aufnehmen, welche das sogenannte Geosmin enthalten. Es handelt sich dabei in der Regel um die Teichschwingalge Oscillatoria limnetica oder deren Gattungsverwandte, die bei Überdüngung der Teiche mit Phosphor flächig am Grund wachsen, wo die Karpfen typischerweise ihre Nahrung suchen.
Deshalb werden Karpfen meist etwa 2 Wochen ohne Zufütterung in frischem Wasser gehältert ("ausgewässert"), damit sie diesen Beigeschmack möglichst verlieren.


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