Session vom 09. - 11.07.2011
Nach der erfolgreichen Probesession wollten Ilias und ich es wissen und machten uns von Samstag bis Montag am Wasser gemütlich.

Auto war eh noch gepackt -also los zum See wo mich auch schon eine "böse" Überraschung erwartete...

Spot belegt!
War ja klar....

Da der Spot nunmal vorgefüttert war und aufgrund der Tatsache das es sich um mehr oder weniger Hobbyangler handelte, die eh nur über Nacht blieben und sich gemütlich zu Zweit nen Kasten Köpi reinzogen, fragte ich frei raus ob es denn möglich wäre den Spot zu räumen und umzuziehen.

Nach einer kurzen Erklärung warum und weshalb, das wir länger blieben und die natürlich nicht gezwungen wären den Platz zu räumen entwicklete sich ein nettes und lustiges Gespräch.
Nach ca 2 Stunden dann kam auch Ilias dazu -und der Platz wurde wahrhaftig netterweise für uns frei gemacht.

Sowas erlebt man echt selten! Es gibt sie noch, die netten zuvorkommenden und verständnisvollen Angler!

Also schnell Tackle aufgebaut, Ruten scharf gestellt und den vorgefütterten Spot befischen.
Etwas Futter nachlegen und abwarten.



Die Fische zeigten sich in der Schonzone sehr aktiv und schwammen viel umher, so erhofften wir uns, wie am Mittwoch zuvor, das sie aus der Schonzone heraus kommen und sich an unserem Futterplatz einfinden würden.

Diesmal testeten wir von Dynamite Baits die Pineapple-Boilies an, da die beiden Fische von der Probesession auf die Fluo-Pineapple-PopUp Kombis bissen.

Nach dem fallenstellen widmete ich mich wieder meinen Bivvy -welches ansich ja nicht erlaubt ist im Naturschutzgebiet.
Um den Vogelmokeln(korrekt genannt: Ornitologen) wenigstens den Gefallen zu tun die Tiere nicht zu "beunruhigen" passte ich mei Bivvy der Umgebung an...immerhin war man ja mal beim Bund und das dort erlernte(und "organisierte") kam zum Einsatz...




Nachdem gegen 21 Uhr alles stand wendeten Ilias und ich uns den beiden Anglern zu, die extra für uns Platz gemacht hatten.
Die Gespäche liefen bis spät in die Nacht und es wurde sehr viel gelacht.

Als es dann langsam gegen 3 Uhr in der früh wurde ging es auch mal zur Ruhe ins Bettchen...

Einzig die Mäuschen fanden die Nacht zum Tage machen zu müssen -und diese kleinen Teufel können verdammt laut sein.



Naja -sonst tat sich nicht viel die Nacht.

Am nächsten Tag dann die Ruten neu bestückt, Futter angerichtet und etwas nachgefüttert, immerhin fanden die Wasservögel den Spot.

Den ganzen Tag passierte nix!

Sehr demotivierend wenn die Fische dennoch sehr aktiv waren -was aber auch an den Karpfenläusen gelegen haben könnte, da die Fische dort übersäät wahren vo diesen kleinen Plagegeistern.

Das Wetter entpuppte sich im späteren Verlauf des Tages auch noch als sehr drückend und schwülheiß...

Die Vögel fanden sich pünklich zum Mittag,Brunch und Abendessen wieder an den Spot ein, was ein Nachfüttern nach sich zog....Ilias fütterte im Gegensatz zu mir noch Micropellets und 20er Hallibutpelets nach und dippte seine fruchtigen Hakenköder.

Abends dann kam ein weiterer Kollege zu Besuch vorbei.

Gegen 0 Uhr -man hörte in der Ferne vom anderen Seeufer hinterm Wald ein lautes Reifenquitschen...nach einiger Zeit danach dann Sirenen von Rettungswagen.
Also ab ins Auto und zum nahegelegenen Industriegebiet schauen was da los ist.

Zu Geil!

Ein junger Typ meinte mit einem Kollegen als Beifahrer auf dicke Hose machen zu müssen(in einem alten Nissan Micra!) und die lange Gerade im Industriepark als Rennstrecke zu verwenden.
Am Ende der Straße jedoch ging eine 90° Kurve ab nach Links...diese nahm er dann mal dirket gerade raus...knallte über einen Bordstein und flog ca 7 Meter durch die Luft in ein Regenrückhaltebecken!

Zu Geil -wirklich!



Immerhin -ein Nissan Micra älteren Baujahrs ist ein guter Wagen -er kann fahren,fliegen und schwimmen!

Nach dem Theater dann ging es zurück zum Spot -es tat sich bis dahin -nickes....

Der Kollege verabschiedete sich daraufhin auch und Ilias und ich waren wieder alleine am See.

So gegen 1 oder 2 Nachts leuchtete ich auf blöd in den Wald da ich dort etwas gehört zu haben meinte...worauf mir in ca 20 Meter Entfernung ein Mann auffiel der sich schleunigst hinter eine Birke versteckte.

Wir suchten daher umgehend(sicherheitshalber bewaffnet) die nähere Umgebung des Waldes um unseren Spot ab -fanden jedoch niemanden. Auch hörte man nichts mehr, was aber an dem weichen Waldboden lag auf dem man quasi lautlos laufen konnte.

Nach kurzer Zeit dann gingen wir mit mulmigen Gefühl auf die Liegen. Da dann hörten wir das der Typ sich noch immer in unserem Nahbereich aufhielt und dort umher schlich.

Also Waffen durchgeladen, Schlagstock bereit und die Atropa aufgestellt. An uns -oder schlimmer das Tackle- soll keiner zu nahe ran kommen!

Das lustige an der Sache: Ilias als quasi Semi-Profi in Muay Thai hatte am meisten... ja Schiss könnte man da fast sagen
Selbst die ca 10 Meter von meinem zu seinem Zelt fand er plötzlich als unüberwindbare Distanz so ganz alleine...und stelte für sich fest das es doof war das Zelt so weit von mir weg aufzubauen.

Naja -er hats geschafft lebend zum Zelt zu kommen.

Sonst tat sich die Nacht...fast nichts.

Irgendwann so um 3 oder 4 dann ein kurzer Lauf bei mir...

Rute aufnehmen und ein etwas schwacher Widerstand war zu spüren.

Nach kurzem Drill eine Überraschung!
Dem gehakten Fisch folgte ein weiße/orangener Koi -so ca 45-50cm lang.
Nach dem Landen des gehakten Fisches ging dieser vorerst in den Karpfensack, da er sich trotz des kurzen Drills immer wieder auf die Seite legte.
Der weiße Koi hielt sich dabei immer in der Nähe auf und lutschte sogar am Karpfensack rum.


Naja -kurz darauf war er dann auch verschwunden.

Ilias konnte gegen 6 wohl noch eine Brasse überlisten auf 20er Hallibut-Pellet, was ich aber verschlief.

Am Morgen dann gegen 8 stand ich auf -packte langsam das Gröbste ein und kümmerte mich um den Fisch im Sack.
Ein paar schnelle Bilder und zurück ins Gewässer, da er wieder mehr als Fit war.
Leider spackte der Blitz der Cam rum, weshalb die meisten Bilder zu dunkel wurden und nur eines halbwegs brauchbar war.
Zwar auch sehr dunkel, aber wenigstens erkennt man was darauf.

Die Überraschung war ein schöner roter Ghostkoi!




Da die Vögel mal wieder am Futterplatz waren -pünktlich zum Frühstück quasi...und auch weiterhin nichts mehr passierte, außer das der rote Koi nochmal am Angelplatz vorbei kam und ganz langsam an uns vorbei schwamm...packten wir alles ein und beendeten die Session mehr oder weniger unzufrieden.

Aber was haben wir anders gemacht als noch bei der Probesession?

Nach längerem Überlegen kamen wir zu dem Entschluss das es am Futter gelegen haben konnte. So fütterten wir keine Micropellets und Halibutpellets bei und fischten rein süß/fruchtig.

Erst als Ilias Pellets bei sich nachlegte und wenigstens den fruchtigen Boilie fischig dippte, biss eine Brasse...

Somit haben wir wieder wertvolle Erkenntnisse für die nächste Session die nach Möglichkeit schon bald in Kürze sein soll.

Ach ja -und da wir schon Blutkonserven wegen der Mücken benötigte quasi- müssen wir unbedingt an Autan oder sowas denken....






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