|
|
|
Copyright by fish-hunterz.de
|
|
 |
Da wir bereits 6 Tage geblankt hatten -der Spot jedoch gut unter Futter stand- wollte ich mein Glück nochmal versuchen und beschloss spontan eine Nacht zu machen.
Vorerst bin ich aber noch mit Amie etwas zum fischen, immerhin war das Wetter recht annehmbar und das Kind wollte ja auch mal was von mir haben.
Die Kleine fing wie blöd Karauschen und sogar einen Goldfisch. Was mich erstaunte, trotz fast 1 Jahr Angelpause bekam sie das auswerfen recht gut alleine hin. Ganz suverän wurde der Bügel umgeklappt, Schwung geholt und schwubs -war die Posenmontage auch schon am Platz. Etwas Futter drüber geworfen...fangen.
Sie bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. So schnel wie der Eimer voll wurde verständlich(es durfte kein Fisch getötet werden -aber auch nicht sofort zurück...).
Einzig das der Köder immer so schnell von den Blaubandbärblingen abgeknabbert wurde störte da etwas. Also beschloss ich kurzerhand eine kleine Kaugummikugel auf den Haken zu stecken, da der bereits länger gekaute Gummi doch sehr zäh wurde und somit super den Attacken der Lästlinge stand hielt.
Daraufhin biss Amies größte Karausche -die gewohnt hektisch an Land gepumpt wurde...naja -richtig drillen muss sie halt noch lernen. Wir waren als Kinder ja auch relativ ungeduldig.

Amie
Nachdem das Wetter schlechter wurde und es sogar zu regnen begann brachte ich Amie zu ihrer Mutter. Zumal es auch Zeit wurde für die Kleine da die Schule am nächsten Tag anstand. Vorher wurden die Karauschen aber noch umgesiedelt.
Ich begab mich danach nach Hause und packte -angestachelt durch den Erfolg der Kurzen- mein schmales Tackle und fuhr zum Wasser.
Nachdem ich im Regen aufgebaut hatte sorgte ich erstmal für etwas "Vogelfutter", da die schwarzen Ratten bereits am Spot warteten(die lernen so verdammt schnell das es von Anglern futter gibt das ist echt unglaublich).
Es lief wie bei einer Raubtierfütterung!
Futter fertig gemacht, Kugeln geformt mit sehr hohen Partickelanteil und raus damit...
Schon stürzten sich die Blässhühner darauf die beim Anmachen des Futters schon hektisch umher schwammen und vor sich hin krächsten als wenn sie mich hetzen wollten!
Naja -nicht weiter daran stören, immerhin lockt der Tumult ggf auch Fische an den Spot.
Also ein paar knüppelharte, größere Knicker hinterher und abwarten.
Es tat sich rein gar nichts außer das ewige Schnurschwimmer-Gepiepe verursacht durch die Vögel...
Als es endlich wieder aufhörte zu regnen dachte ich mir doch einfach abzubrechen und zu Hause zu schlafen...
Naja -der innere Schweinehund gewann mal wieder und das Liegenmonster(eine Unterart des heimtückischen Couchmonsters) frass mich auf.
Nebenher stürzten sich noch die Mücken auf mich, da ich nicht mehr dazu kam mein Bivvy zu schließen...
Früh morgens dann -es war noch dunkel- riss mich ein Dauerton aus dem Schlaf.
Doch schon nach ca 3-4 Sec verstummte der Bissanzeiger.
Warten....nix passiert...
"Mist-der Fisch hängt im Kraut!" -so mein Gedanke...
Also an die Rute, Schnur auf Kontakt bringen und pumpen...
Nach zwei stumpfen Shlägen dann ganz Ruhe am anderen ende der Schnur -nur ein imenser Druck auf der Rute...
"Scheiße -da hängt nen ganzer Wald dran! Der Fisch ist ausgestiegen!"
Zwischendurch immer mal wieder ein kurzes abbremsen von noch mehr Kraut welches ich auf dem Weg vom Spot zum Ufer einsammelte.
Die AKN war so gefährlich gebogen beim ziehen und die Schnur sang schon Lieder vor Spannung....
Dann -im Kopflampenschein ein gigantischer Krautbusch...
" Wie bekomme ich das aus dem Wasser -das passt nichtmal in den Kescher."
Also Rute weg legen, auf die Knie -und das Kraut im Wasser abfriemeln...
Doch da viel mir etwas auf -so im Krautwirrwar...
Kraut hat keine Flossen!
Also schnell die Rute wieder aufnehmen -die Schnur los lassen und doch den Kescher nehmen.
Nach etwas fummeln und kämpfen mit dem Kescher -und dem scheinbar fischgefüllten Krautballen- hatte ich die ganze Schore auch endlich im Netz.
Beim rausheben dachte ich mir noch das das Netz das Gewicht hoffentlich hällt. Hätte nicht gedacht das Kraut mit einem Fisch so schwer ist...
Ab damit auf die Matte -und das Kraut wie das Geschenkpapier eines Geburtstagsgeschenkes wegreißen.
Und was ich da zu Gesicht bekam ,so nach und nach, lies mich fast euphorisch werden!
Das Kraut war nicht der gedachte Hauptbestandteil des ganzen Ballens -es war echt der Fisch!
"Scheiße -der ist größer als die FOX CarpCradle XL!"
Mit zitterigen Händen positionierte ich das Stativ und stellte den Selbstauslöser ein...
Nur schwer ließ sich der Fisch von der Matte heben -schwer zu halten war er dazu auch noch...
Zack -erstes Bild...versaut!
"Mist! Jetzt bekomme ich nichtmnal nen anständiges Bild hin!"
Also wieder zur Cam -einstellen und ab die 10 Sec sind schnell rum...Blitz! -der Fisch war noch gar nicht auf dem Arm!
Und so ging es bestimmt 5-6 Bilder lang!
Schon sehr demotiviert dann der letzte Versuch...
Blitz! -Kontrolle...
"Ja! So kann man das lassen!"
Also den Fisch schnell in sein Element zurück -Hände waschen und die Spuren des Erfolges beseitigen...sollen sich ja nicht andere dahin setzen...
Nach einer Stunde mehr schlechten als rechten Schlaf beschloss ich dann einzupacken und nach Hause zu fahren.
So lasse ich mir eine Shortsession doch gefallen -aller Mühe zum Trotze, es hatte sich gelohnt!

Sascha mit Spiegel-Schweinchen.
Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:
|
|
 |
|
|
|
|