Start in die Saison2010!
Ich war auch mal wieder los -und trotz der Laichvorbereitungen der Karpfen recht erfolgreich.

Nachdem ich erst zum Haltener See gefahren bin -kam mir vor Ort der Gedanke doch zu einem Gewässer zu fahren wo ich schon über 1 Jahr nicht mehr war.
Vor Ort angekommen suchte ich mir einen Spot an einer Sandbank und vor einem umgestürztem Baum.
Da es recht windig war konnte ich jedoch nicht sehen was sich unter der Wasseroberfläche verbarg.
Am nächsten Morgen dann die Pleite -ich fischte inmitten von Kraut -so Dicht das selbst die Fische da nicht rein schwammen.

Also erste Nacht blank. . .

Das schlimme,der ganze See war regelrecht eingenommen von diesem Krautgedönse.
Also rauf auf meine Abhakmatte und rauspaddeln zum Löcher suchen:D
Nachdem ich 2 größere Löcher gefunden hatte und diese mit H-Bojen markiert hatte schwamm ich zum Ufer -schmiss mich in meine Wathose und ging mal die Sandbank an einem Schilfgürtel entlang.
Und was sah ich da?

Mindestens 5 wirklich große Carps nur wenige Meter vor mir!

Ergo: Ab zum Ufer -an meinen Angelplatz, Ruten Scharf gemacht und eine direkt an die Schilfkante ablegen mit einem weißen PopUp.
Da die Entfernung doch zu hoch zum anwerfen war -blieb mir nur die Option mit meinem Futterboot die Rute dort abzulegen.Anderweitig in die Nähe ging leider nicht wegen dem dichten Kraut.
Also eine Hand voll Mais und 5 Boilies in die Futterluke,Haken in die Releasekupplung eingehängt und abfahrt zum Spot am Schilf.

Danach widmete ich meine Zeit den anderen beiden Spots.

Mit dem Futterboot hin -ca 2 Hände Partickle-Mix pro Spot abgelassen -Montage ablegen -fertig.
Auf einem Spot fischte ich ganz normale sinkende Boilies in orange und TuttiFrutti Geschmack -den anderen Spot im Kraut befischte ich mit einer ausbalancierten Kombi aus einer Hälfte NASH TuttiFrutti-Boilie und einer Hälfte eines weißen PopUps(DB Spicy Shrimp&Spawn).
Noch auf die Spots je eine Hand voll Boilies mit dem Wurfrohr angefüttert-noch etwas den See beobachten und nach Anzeichen von Karpfen ausschau halten die sich auch durch die eine und andere Bugwelle über dem Kraut verrieten.
Scheinbar lag meine Futterplatzwahl genau auf Route der Karpfen -also zufrieden ab ins Zelt vor der Sonne flüchten und das beste hoffen.

Nach ca 2 Stunden kam schon der erste Biss -an der Schilfkante!
Nach einer sehr kurzen Flucht und einer enormen Kraft am Ende der Schnur sah ich in der Ferne nur einen riesigen Karpfen wie er regelrecht ins Schilf sprang!
Nach 2-3 Kopfschlägen -die wirklich sehr kraftvoll waren- war der Karpfen auch leider ausgestiegen -der erste Karpfen seit ich angel den ich regelrecht verrissen hatte.
Gut -hatte auch gute 7 Monate nicht zum fischen gekonnt. . .Routine fehlte und die Montage versagte!
das Blei hatte sich nicht gelöst und hing so fest, das der Karpfen den gesammten Tube durch den LeadClip gezogen hatte -und der ging echt sehr schwer wieder runter vom Tube -so schwer das ich erst aufgeben und eine neue Montage machen wollte!
Der Fisch musste echt groß gewesen sein -ärgerlich. . .
Also Futterboot mit Partickle und Köder bestückt,Montage etwas geändert -wieder raus an den Spot und ablegen.
Sofort machten sich die schwarzen Ratten(Reierenten) über das von mir angelieferte "Abendessen" her. . .
Nach gefühlten 2 Stunden dann der nächte Biss -diesmal meldete der Bissanzeiger nur ein kurzes Piep -da ich vorsorglich auch den QuickDrag ganz zu gemacht habe, damit der Karpfen nicht wieder ins Schilf -sondern lediglich nach Rechts oder Links sowie evt in meine Richtung flüchten kann.
Die Rechnung ging auf-
nach der Kontakaufnahme konnte ich den kräftigen Fisch -der aber doch wesentlich schwächer zu sein schien als der erste- vom Schilf wegdrillen.
nach ca 10 Minuten Drill und wirklich größter Mühe den Fisch durch das Kraut zu bekommen -Plöps- Spannung weg. . .Fisch weg!

Sche. . .! ! !
Der zweite Carp den mir das Kraut genommen hat :dodgy: !

Naja -wenn die schon fressen-beißen die wieder!
Also schnell wieder Futter rüber,das Rig gewechselt und Montage abgelegt und erstmal den Kollegen in Hessen angerufen um mich auszuheulen :s
Kurz nach dem Gespräch und gutem Zureden das ich noch einen fangen werde widmete ich mich wieder meiner Angelei.
Kaum aufgelegt -wieder ein kurzes Piep vom Bissi. . .

Mmmhhhh? Einfach mal die Rute aufnehmen und Spannung aufbauen.

Siehe da -wieder nen Fisch!
Jetzt ganz vorsichtig drillen -man weiß ja nie...
Während des Drills rief ich den Kollegen wieder an und meldete das ich im Drill war -keine 5 Minuten nach unseren ersten Gespräch!
Der konnte nicht mehr vor Lachen.

Zurück zum Drill. . .

Nach einem haarsträubenden und sehr langen Drill der kurz vorm dunkel werden begann und nach ca 20 Minuten im fast dunkeln endete konnte ich nach etlichen versuchen entlich einen schönen Spiegler keschern.
Da ich allein, es dunkel war und zu Nieseln begann sackte ich den Fisch um in am nächtsen Tag zu fotografieren.
Kurz darauf kam auch endlich meine Freundin -die ich kurz zuvor noch dringenst zum keschern benötigt hätte- wäre mir der Fisch ja fast durch die ganzen erfolglosen Landungsversuche bald noch entwischt.

Naja -Abenessen von Mc Donalds holen lassen -ab ins Zelt und Bubbu machen.

Die Nacht verlief ruhig -außer das es um 3 in der Früh so dermaßen anfing zu Regnen das das Trommeln auf dem Zelt einen kein Auge zumachen ließ.
Irgendwann lies es dann nach und man konnte wenigstens etwas schlafen.

Um halb 6 am Sonntag morgen dann eine kurze Indikation am ganz rechten Spot im Kraut!
Also schnell raus -nur in Boxershort mit Morgenlatte an die Angelrute, damit der Fisch sich auf der Flucht nicht im Kraut festsetzt!
Kontakaufnahme -Haken sitzt- Drill beginnt.
Noch im Drill musste meine Freundin mir wegen Nieselregen meine Hose anziehen
Da ich allerdings sehr drigend meine morgendliche Notdurft verrichten musste -musste Sie kurz den Drill dann kurz übernehmen.
Nach ein paar Sekunden übernahm ich dann wieder die Rute da Sie als Ungeübte den Fisch im Kraut verloren hätte.

Nach relativ kurzem, dafür aber kräftigem Drill konnte ich einen schönen Schuppi mit Hilfe meiner Freundin zum Landgang überreden.



Also schnell den Fisch versorgen -da schon recht hell war eben Bilder machen und zurück in sein Element.
Bei der Gelegenheit lichteten wir noch den am Vorabend gefangenen Spiegler ab und entließen ihn ebenfalls.



Rute wieder scharf gemacht -auf den Spot geworfen und wieder ab ins Bettchen.
Gerade eingeschlafen -so gegen Acht- wieder Bissanzeige!
Diesmal auf dem mittleren Spot im Kraut!

Raus aus dem Zelt -diesmal vorher schon in die Hose gehuscht- und ab zur Rute -Kontaktaufnahme. . .Fisch sitzt!

Um es kurz zu machen -wieder ein schöner Midzwanziger Spiegler.



Ich schien die Fressroute der Karpfen gefunden zu haben -also schnell wieder raus mit der Rute -und mit dem Wurfrohr auf jeden Kraut-Spot ein paar Boilies hinterher um die Fische bei Laune zu halten.

Noch während des nachfütterns ging auch schon wieder die linke Rute im Kraut!
Fallbiss!
Rute hoch -Kontakt. . .
Geil!
Was eine Session!

Es wurde wieder ein schöner Spiegler (wo mir etwas widerwillig meine Freundin beim keschern half -war es ja gerade erst wieder warm im Schlafsack) -den ich aber vorerst sackte da es doch sehr stark anfing zu regnen.
Also ab ins Bett!
Meine Freundin erteilte mir noch ein Fangverbot -da sie am Nachmittag schon arbeiten musste und wenigstens etwas schlafen wollte :-/

Um halb elf etwa hielt mich nichts mehr im Zelt -da ich so dringend Piseln musste. . .:rolleyes:
Danach stellte ich mich ans Pod und beobachtete den See und die wirklich imposanten Bugwellen größerer Carps auf der Sandbank.

Plötzlich -ein kurzer Piep. . .am Schilfspot konnte ich eine große,panische Bugwelle sehen.
Jawoll!
Einer der größeren Carps hat meinen Köder gefunden!

Jetzt darf nichts schief gehen!

Also ganz in Ruhe drillen und den Fisch sich selbst durch das Kraut arbeiten lassen -ich selbst hielt nur Spannung um dem Fisch die grobe Richtung vorzugeben.
Dann -fest!
Schei. . .!

Was nun?

Druck aufbauen und den Fisch evt verlieren oder warten ob der Fisch sich selbst befreit. . .
Ich entschied auf Risiko bevor der Fisch sich mit Hilfe des Krautes und der Trägheit des an der Montage hängenden Bleis den Haken aushebelt.

Also Druck -bis die 3 lbs Rute schon ein Halbkreis war. . .der Haken schien gut zu sitzen da er noch hielt.
Endlich -ich spürte wie sich etwas löste -konnte zentimeterweise Schnur gewinnen.
Ein paar Kopfschläge des Fisches und schon war er frei -der Drill konnte weiter gehen.
Es dauerte gute 10 Minuten bevor ich ihn aus dem Kraut hatte.
Nach weiteren 5 Minuten endlich war er in Sichtweite wo er sich als einer der 2 bekannten Zeilkarpfen im gesammten See entpuppte!

Genial!

Jetzt nichts Falsch machen in der heißen Phase des Drills kurz vorm keschern!
Zum Glück half meine Freundin wieder landen -allerdings gefiel dem Karpfen das gar nicht und er zog so kräftig scharf nach rechts ans Ufer entlang -das ich ihn ziehen lassen musste!
Zum Glück schwamm er nicht in die Binsen -allerdings war weiter geradeaus ein versunkener Baum.
Also wieder Risiko und Druck machen -Rute wieder krumm bis Ultimo!
Der Fisch war schon fast am Baum als ich ihn endlich zwingen konnte die Richtung zu ändern.
Also Randrillen -nächster Kescherversuch. . .Safe! Der Fisch war im Netz!

Was ein geiler Drill!
Was ein geiler Fisch!
Besser hätte es nicht laufen können!

Nach dem Wiegen kam heraus das er genau 15 Kilo hatte -also ein schöner 30Pfd Zeilenkarpfen!
Und dazu ein alter Bekannter -den selben Fisch Hatte ich 3 oder 4 Jahre zuvor schonmal-allerdings bedeutend leichter.











Dieser Fisch wurde leider 2011 von Karpfenanglern aus dem ASV Rotfeder in der Nähe um Moers mitgenommen und in deren Vereinsgewässer unerlaubt umgesetz. Es existieren mittlerweile sogar Bilder von deren Vereinsteich mit diesem markanten Fisch.


Dann haben wir noch schnell den Spiegler von Morgens auf die Matte gelegt zwecks Fotos -dieser jedoch entpuppte sich als so agil und kampfstark das ich den Fisch nicht ruhig bekam um ein ordentliches Foto zu machen -zudem fing sie noch an abzulaichen auf der Matte- was mich dazu veranlasste den Fisch so schnell und schonend wie irgendwie möglich zurück zu setzten.





Da die Session bisher mehr als erfolgreich und ich mehr als zufrieden war -das Wetter jedoch schlechter wurde brach ich dann zwischen 12 und 13 Uhr die Session ,die bis Montag hätte gehen sollen, ab.
Petri war mir eh schon mehr als gesonnen -also wollte ich mein Glück nicht ausreizen.

Das war eine meiner geilsten Sessions!
Das dazu inmitten der Laichphase der Karpfen!
Alles schöne Fische von 24-30Pfund!
Zwar 2 von 7 verloren -aber angesichts der Krautdichte eine mehr als gute Quote!
Besser hätte der Start in meine Saison2010 nicht beginnen können!

Außer das die Session ohne einen Freund ,der die selbe Leidenschaft am Karpfenangeln teilt wie ich, verlief.
Es ist doch schöner wenn man am Wasser seine Freude mit Gleichgesinnten teilen kann und über die Beißpausen hinweg über unsere Leidenschaft philosophieren kann.
Wenigstens war meine Freundin dabei -so konnte sie mal sehen das ich doch was fange und Angeln kann
Leider konnte ich sie nicht drillen lassen wegen des Krautes-aber der nächste Versuch sie mit dem Karpfenvirus anzustecken kommt

Sorry für den langen Bericht! Ich hoffe der war nicht zu langweilig.






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