|
|
|
Copyright by fish-hunterz.de
|
|
 |
Erkrankung durch parasitäre Krebse (Custacea)
Von den fischparasitären Krebsen sollen hier wenigstens die häufigsten Arten erwähnt werden.
Ergasilus sieboldi.
Die fast 2 mm großen weiblichen Tiere verankern sich mit ihrem zweiten Antennenpaar fest im Kiemengewebe des Fisches. Typisch ist die fleckige Blaufärbung in ihrem Vorderteil (Cephalothorax). Die befruchteten Krebsweibchen treten erst in den Sommermonaten gehäuft auf. Die Männchen leben nur kurz und gehen nach der Begattung zugrunde. Wir finden daher auf den Fischen stets nur Weibchen. Im Laufe eines Sommers entwickeln sich immer zwei Generationen, von denen die zweite weitaus zahlreicher ist. Befallen werden vor allem Scheien, Hechte, Barsche, gelegentlich aber auch Karpfen und Forellen. Der Befall der Fische ist in bodennahen Schichten des Freiwassers stärker als im Kraut. Ergasilus ernährt sich von Kiemengeweben und Blut. Das Kiemengewebe wird durch das Umherwandern der Tiere auf den Kiemen stark geschädigt, so daß bei starkem Befall hohe Fischverluste auftreten können. Den erkrankten Fischen ist äußerlich nur wenig anzusehen. Bei starkem Befall magern sie allerdings deutlich ab (Messerrücken). Hebt man die Kiemendeckel ab, sind die Krebse als ovale Punkte gut zu erkennen. Da vorwiegend junge Schleien befallen werden, wird zum Besatz mit großen Schleien geraten (Kontrolle).
Lernaea.
Ähnelte Ergasilus noch weitgehend den Hüpferlingen (Copepoda), so ist bei den Vertretern der Gattung Lernaea die Krebsgestalt extrem abgewandelt. Die Gliedmaßen im Kopfbereich sind stark reduziert. Der Lernaea-Kopf besitzt rund um den Mund angeordnet vier sog. Kopfhörner, mit denen sich die ohne Eitraube etwa 12 bis 15 mm langen Weibchen in der Muskulatur des Fisches verankern. Die Entwicklung verläuft ohne Zwischenwirt. Befallen werden Weißfische, Hecht, Barsch, Zander, Forellen, aber auch Stichlinge.
Argulus (Karpfenlaus)
Die verschiedenen Argulus-Arten sind gefährliche Hautparasiten an Cypriniden, Hechten, Barschen, aber auch an Aalen und Forellen. Karpfenläuse sind mit bloßem Auge leicht zu erkennen. Ihre Größe beträgt 6 - 7 mm. Sie finden sich oft massenweise auf der Haut von Karpfen. Mit Hilfe eines stilettartigen Stachels durchbohren sie die Fischhaut und saugen Blut und Gewebesäfte. Nicht selben sind die befallenen Fische von entzündeten Einstichstellen übersät, die häufig zum Ausgangspunkt von Sekundärinfektionen werden. |
|
 |
|
|
|
|